Factoring für Handwerksbetriebe

Factoring für Handwerker – schneller Liquidität aus Rechnungen schaffen

Material, Löhne und laufende Kosten müssen bezahlt werden – auch wenn Kunden ihre Rechnungen erst Wochen später begleichen.

Mit Factoring können Handwerksbetriebe geeignete Forderungen verkaufen und dadurch deutlich früher über ihre Liquidität verfügen. Berger Factoring vergleicht passende Factoringlösungen unabhängig und begleitet Sie von der ersten Prüfung bis zur Umsetzung.

  • Liquidität aus offenen Rechnungen
  • Passende Anbieter statt Standardlösung
  • Persönliche und unabhängige Begleitung
Factoring-Beratung mit einem Handwerker in seiner Werkstatt zu Liquidität und offenen Rechnungen.

Vorfinanzierung im Auftragszyklus

Warum Liquidität im Handwerk häufig vor dem Zahlungseingang gebraucht wird

Ein voller Auftragsbestand bedeutet nicht automatisch einen vollen Geschäftskontostand. Gerade im Handwerk fallen viele Kosten bereits während oder sogar vor der Ausführung eines Auftrags an.

  1. 1

    Material einkaufen

    Materialien und Komponenten werden häufig lange vor dem Zahlungseingang des Kunden bezahlt.

  2. 2

    Auftrag ausführen

    Mitarbeiter, Fahrzeuge, Werkzeuge und laufende Betriebskosten müssen unabhängig vom Zahlungsziel finanziert werden.

  3. 3

    Rechnung stellen

    Erst nach Abschluss einer Leistung oder eines vereinbarten Leistungsabschnitts kann abgerechnet werden.

  4. 4

    Auf Zahlung warten

    Bis die Rechnung tatsächlich bezahlt wird, können weitere Wochen vergehen.

Genau diese Finanzierungslücke kann Factoring verkürzen.

Forderungsverkauf

Wie Factoring für Handwerker funktioniert

  1. 1

    Leistung erbringen

    Ihr Betrieb führt die vereinbarte Leistung aus und stellt dem Kunden die Rechnung.

  2. 2

    Rechnung einreichen

    Die geeignete Forderung wird an die Factoringgesellschaft übermittelt.

  3. 3

    Liquidität erhalten

    Nach Ankauf der Forderung zahlt der Factor den vereinbarten Rechnungsbetrag abzüglich der jeweiligen Konditionen aus.

  4. 4

    Kunde bezahlt später

    Der Kunde begleicht die Forderung entsprechend des vereinbarten Zahlungsziels.

Der konkrete Ablauf, die Auszahlungsquote und die Leistungen unterscheiden sich je nach Factoringgesellschaft und Factoringmodell.

Zielgruppen

Für welche Handwerksbetriebe kommt Factoring infrage?

Elektrotechnik & Gebäudetechnik

Elektroinstallationen, Gebäudetechnik, Sicherheitstechnik und technische Gebäudeausrüstung.

SHK & Sanitär

Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Lüftungsbetriebe mit laufendem Material- und Projektbedarf.

Metallbau & Schlosserei

Metallbau, Konstruktion, Fertigung, Montage und individuelle Kundenprojekte.

Innenausbau & Montage

Trockenbau, Boden, Türen, Fenster, Ladenbau und weitere Ausbaugewerke.

Maschinenservice & Wartung

Technische Wartung, Reparatur, Maschinenservice und industrielle Dienstleistungen.

Technischer Service

Service-, Montage- und Facility-nahe Unternehmen mit regelmäßigem B2B-Rechnungsvolumen.

Ob eine konkrete Forderung angekauft werden kann, ist stets individuell zu prüfen.

Mögliche Vorteile

Was Factoring einem Handwerksbetrieb bringen kann

Mehr planbare Liquidität

Offene Forderungen werden nicht erst mit dem tatsächlichen Zahlungseingang zu verfügbarer Liquidität.

Material leichter vorfinanzieren

Zusätzliche Liquidität kann helfen, Material und projektbezogene Kosten für neue Aufträge zu finanzieren.

Wachstum finanzieren

Steigt der Umsatz, steigt häufig zunächst auch der Vorfinanzierungsbedarf. Factoring kann sich mit dem geeigneten Forderungsbestand entwickeln.

Zahlungsziele anbieten

Längere Zahlungsziele können für Kunden attraktiv sein, ohne dass der Handwerksbetrieb zwingend ebenso lange auf seine Liquidität warten muss.

Debitorenmanagement entlasten

Je nach Factoringmodell können Teile des Forderungs- und Debitorenmanagements übernommen werden.

Schutz vor Forderungsausfall

Beim echten Factoring kann für angekaufte Forderungen je nach Vertrag ein Schutz vor dem Ausfall des Debitors Bestandteil der Lösung sein.

Liquiditätsbeispiel

Warum ein guter Auftrag trotzdem Liquidität binden kann

Rechnungsbetrag
40.000 €
Material und Fremdleistung
18.000 €
Löhne und laufende Kosten
9.000 €
Zahlungsziel des Kunden
45 Tage

Ohne Factoring

Die Kosten entstehen heute.

Der Zahlungseingang erfolgt möglicherweise erst Wochen später.

Mit Factoring

Eine geeignete Forderung kann nach Rechnungsstellung an eine Factoringgesellschaft verkauft werden. Dadurch steht ein wesentlicher Teil des Rechnungsbetrags deutlich früher zur Verfügung.

Beispielhafte Darstellung. Tatsächliche Konditionen und Auszahlungsquoten hängen vom Anbieter, Vertrag und der konkreten Forderung ab.

Material und Vorleistung

Material einkaufen, bevor der Kunde bezahlt

Bei vielen Handwerksaufträgen beginnt der Kapitalbedarf lange vor dem Zahlungseingang.

Materialien müssen bestellt, Lieferanten bezahlt, Mitarbeiter eingesetzt und teilweise weitere Gewerke koordiniert werden. Je größer der Auftrag, desto stärker kann diese Vorfinanzierung die vorhandene Liquidität beanspruchen.

Factoring setzt nach der Rechnungsstellung an: Statt bis zum vereinbarten Zahlungsziel zu warten, kann eine geeignete Forderung verkauft und früher in Liquidität umgewandelt werden.

So kann bereits verdientes Geld schneller wieder für neue Aufträge zur Verfügung stehen.

Optionales Sekundärbild aus der Container-Bildverwaltung

Auftragsfinanzierung

Wenn mehr Aufträge zunächst mehr Geld kosten

Wachstum kann im Handwerk ein paradoxes Problem erzeugen: Der Betrieb verdient mehr, benötigt aber gleichzeitig mehr Liquidität.

Mehr Aufträge bedeuten häufig mehr Material, zusätzliche Mitarbeiterstunden, höhere Lieferantenrechnungen und mehr offene Forderungen.

Factoring kann deshalb nicht nur bei akuten Liquiditätsengpässen interessant sein. Es kann auch als laufendes Instrument zur Finanzierung des wachsenden Forderungsbestands eingesetzt werden.

Eignungscheck

Wann eignet sich Factoring für einen Handwerksbetrieb?

Häufig interessante Ausgangslage

  • regelmäßige B2B-Rechnungen
  • gewerbliche oder öffentliche Auftraggeber
  • wiederkehrendes Rechnungsvolumen
  • Zahlungsziele belasten den Cashflow
  • Material und Löhne müssen vorfinanziert werden
  • Unternehmen wächst
  • Debitorenbestand steigt

Individuell zu prüfen

  • sehr kleine Einzelrechnungen
  • starke Konzentration auf einen einzigen Auftraggeber
  • hoher Privatkundenanteil
  • noch nicht vollständig erbrachte Leistungen
  • strittige Forderungen
  • Vorauszahlungen
  • besondere Vertragskonstellationen
  • VOB-Forderungen

Auch Forderungen aus dem Bau- und VOB-Umfeld können grundsätzlich prüfbar sein. Die Ankaufbarkeit hängt jedoch stark von Auftrag, Leistungsstand, Dokumentation und Factoringgesellschaft ab.

Passt Factoring zu Ihrem Handwerksbetrieb?

Wir prüfen unverbindlich, welche Lösungen zu Ihrem Umsatz, Ihrer Kundenstruktur und Ihrem Rechnungsvolumen passen.

Factoringmöglichkeiten prüfen

Modelle vergleichen

Welches Factoring passt zum Handwerk?

Echtes Factoring

Neben der Finanzierung kann je nach Vertrag auch das Ausfallrisiko geeigneter angekaufter Forderungen übernommen werden.

Modell ansehen

Offenes Factoring

Der Kunde erkennt, dass die Forderung an eine Factoringgesellschaft abgetreten wurde und zahlt an diese.

Modell ansehen

Stilles Factoring

Bei geeigneten Konstellationen kann die Abtretung gegenüber dem Debitor zunächst im Hintergrund bleiben.

Modell ansehen

Welche Variante geeignet ist, hängt unter anderem von Kundenstruktur, Rechnungsvolumen, Bonität und gewünschtem Ablauf ab.

Alle Factoring-Arten ansehen

Wirtschaftlichkeit

Was kostet Factoring für Handwerker?

Eine pauschale Factoringgebühr gibt es nicht. Die Konditionen werden anhand des jeweiligen Unternehmens und Forderungsbestands kalkuliert.

  • Jahresumsatz
  • Factoringvolumen
  • Anzahl der Rechnungen
  • durchschnittliche Rechnungshöhe
  • Zahlungsziele
  • Bonität der Debitoren
  • Anzahl und Konzentration der Kunden
  • gewünschtes Factoringmodell
  • vereinbarter Leistungsumfang

Deshalb ist nicht allein der nominelle Gebührensatz entscheidend. Ein Vergleich sollte immer den gesamten Leistungsumfang und die tatsächliche Unternehmensstruktur berücksichtigen.

Mehr zu Factoring-Kosten

Unabhängige Beratung

Nicht irgendein Factor – sondern eine passende Lösung

Factoringgesellschaften unterscheiden sich deutlich bei Mindestumsätzen, Branchen, Debitorenstruktur, Zahlungszielen, Vertragsbedingungen und möglichen Sonderfällen. Deshalb vermittelt Berger Factoring nicht einfach einen einzelnen Anbieter.

Unabhängiger Vergleich

Wir prüfen unterschiedliche Factoringlösungen und suchen nach einer Konstellation, die zur Struktur Ihres Unternehmens passt.

Persönlicher Ansprechpartner

Von der ersten Einschätzung bis zur Abstimmung mit möglichen Factoringpartnern haben Sie einen direkten Ansprechpartner.

Fokus auf KMU

Unsere Beratung richtet sich insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen, bei denen pragmatische und verständliche Lösungen entscheidend sind.

Dr. Bastian Berger, unabhängiger Factoring-Vermittler

Dr. Bastian Berger

Unabhängiger Factoring-Vermittler
Deutschlandweite Beratung

Branchenlösungen ansehen

Beratungsablauf

In vier Schritten zur passenden Factoringlösung

Unternehmen kennenlernen

Wir klären Umsatz, Kundenstruktur, Rechnungsvolumen und Ihren konkreten Liquiditätsbedarf.

Factoringfähigkeit einschätzen

Wir prüfen, welche Modelle und Anbieter grundsätzlich infrage kommen.

Lösungen vergleichen

Geeignete Factoringgesellschaften werden anhand der konkreten Unternehmenssituation verglichen.

Umsetzung begleiten

Wir unterstützen bei Unterlagen, Abstimmung und Einführung der gewählten Lösung.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Factoring im Handwerk

Kann ein Handwerker Factoring nutzen?

Ja. Factoring kann auch für Handwerksbetriebe infrage kommen. Entscheidend sind unter anderem die Art der Forderungen, die Kundenstruktur, das Rechnungsvolumen und die jeweilige Factoringgesellschaft.

Ab welchem Umsatz lohnt sich Factoring für Handwerker?

Eine allgemeingültige Umsatzgrenze gibt es nicht. Einige Anbieter richten sich gezielt an kleinere Unternehmen, andere setzen ein höheres jährliches Factoringvolumen voraus. Deshalb sollte die konkrete Situation des Betriebs geprüft werden.

Können Rechnungen an Privatkunden verkauft werden?

Das hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Viele Factoringlösungen konzentrieren sich auf Forderungen gegenüber gewerblichen Kunden. Es gibt jedoch auch Modelle, bei denen ein gewisser B2C-Anteil möglich ist.

Ist Factoring auch bei öffentlichen Auftraggebern möglich?

Grundsätzlich können auch Forderungen gegenüber öffentlichen Auftraggebern interessant sein. Entscheidend sind die konkrete Vertrags- und Forderungssituation sowie die Bedingungen der Factoringgesellschaft.

Funktioniert Factoring auch bei VOB-Rechnungen?

Das kann möglich sein, wird jedoch individuell geprüft. Bei VOB-Forderungen spielen unter anderem Leistungsstand, Abnahme, Dokumentation, Einbehalte und mögliche Gegenansprüche eine wichtige Rolle.

Muss mein Kunde wissen, dass ich Factoring nutze?

Nicht zwangsläufig. Beim offenen Factoring wird die Abtretung offengelegt. Daneben existieren stille bzw. vertrauliche Modelle, deren Eignung von der jeweiligen Situation abhängt.

Werden alle Rechnungen verkauft?

Nicht zwingend. Je nach Anbieter und Factoringmodell kann eine laufende Übertragung des Forderungsbestands oder eine selektivere Lösung vereinbart werden.

Was passiert, wenn mein Kunde nicht bezahlt?

Beim echten Factoring kann das Ausfallrisiko für angekaufte Forderungen im vereinbarten Umfang beim Factor liegen. Nicht umfasst sind typischerweise Fälle, in denen die Forderung beispielsweise bestritten oder nicht vertragsgemäß entstanden ist.

Wie schnell bekomme ich mein Geld?

Nach Ankauf einer geeigneten Forderung erfolgt die Auszahlung üblicherweise deutlich vor dem ursprünglichen Zahlungsziel. Der konkrete Zeitpunkt hängt vom Anbieter, Vertrag und Prüfprozess ab.

Ist Factoring ein Kredit?

Factoring ist grundsätzlich der Verkauf von Forderungen und nicht einfach ein klassischer Bankkredit. Die genaue bilanzielle und steuerliche Behandlung sollte jedoch mit dem jeweiligen Steuerberater abgestimmt werden.

Liquidität für den nächsten Auftrag

Warten Sie auf Ihr Geld – oder soll es für Ihren nächsten Auftrag arbeiten?

Wir prüfen unverbindlich, welche Factoringlösungen zu Ihrem Handwerksbetrieb, Ihren Kunden und Ihrem Rechnungsvolumen passen.